Kommentar zur staatlichen Regulierung der Kryptowährung

ICO beginner
Kommentar zur staatlichen Regulierung der Kryptowährung

Pavel Leonov

Eine rein hypothetische Frage. Sollten morgen alle Regierungen weltweit plötzlich sämtliche Kryptowährungen verbieten, wie können sie das denn umsetzen?

Der Staat ist dazu berechtigt, alle Kryptowährungen als illegal zu erklären; er kann  auch vorschreiben, wer, wie oft und wie viel Geld über das Blockchain System arbeiten lassen darf.

Unklar bleibt allerdings die gesellschaftliche Reaktion, wenn die Regierungen mit ähnlichen Offenbarungen ankommen.Es fallen ähnliche Situationen ein: Verbote hinsichtlich Marihuana, Alkohol oder auch Online Poker.

Die Regierungen können das Vertrauen der Gesellschaft hinsichtlich der Blockchain Technologien allerdings ernst brechen. Sollte es den Regierungen gelingen, werden die Staaten der Betrieb von Blockchain Netzwerken kaputt bekommen. Die Auswirkungen werden allerdings nicht lange dauern.

Regierungen können zum Beispiel sehr einfach eine unbegrenzte Menge an „Adressen“ generieren. Sie können Geld unter eigenen Adressen hin und herschicken – äußerst oft, damit das Netz mit Unsinn gefüllt wird.

Die Staaten können auch unmittelbar das Netz angreifen. Sie können zum Beispiel genug an Rechenleistung sammeln, um mehr als 51% von der gesamten Hashleistung im Netz zu kontrollieren. Sollte der Angriff erfolgreich sein, könnten die Regierungen den öffentliche Vertrauensbruch gegenüber blockchain erzwingen.

Das wird aber keine langfristigen Konsequenzen haben können. Ja, Menschen werden gewiss an Vertrauen gegenüber einem bestimmten Netzwerk verlieren; genauso wird auch der Preis der entsprechenden Münze kollabieren.

Wenn sich die Bitcoin solch einem Angriff aussetzt, werden viele Nutzer mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zum anderen Netzwerk übergehen, zum Beispiel zum Ethereum oder zur Lightcoin. Die am wenigsten erfahrenen Konsumenten werden bei diesem Verlauf viel Geld verlieren; die vernünftigeren allerdings werden davon eher profitieren.

Die Realität ist die, dass es keine effizienten Methoden gibt, wie man das Netzwerk Blockchain angreift, um langfristige Konsequenzen zu erschaffen. Die Regierungen können, natürlich, eine kurzfristige Aufregung herauslösen und auf den Märkten für Angst sorgen; sie verfügen allerdings über keine Werkzeuge, um den Einsatz der blockchain Technologien in der Tat zu stoppen.

Die Alternative könnte folgendermaßen ausschauen: Die Staaten würden einfach ankündigen, dass es illegal sei, mithilfe der „pro forma“ Währung für Bitcoins zu zahlen. In diesem Fall würden Banken unmittelbar danach alle Transaktionen der Kryptowährungen sowie die „fiat“ Bankkonten einfrieren.

In den USA beobachten wir, wie die Regulatoren sich um die Regulierung von Kryptowährungen im Stadium des Wechsels der Krypto- und der pro forma Währungen bemühen. Der IRS hat bereits die Datenbanken von jeder Coinbase angefragt. Allerdings war der Umfang der Daten so enorm, dass der IRS neulich seine Anfragen gekürzt und die Information nur über die Nutzer angefragt hat, die sich mit den Transaktionen über $25.000 befassen.

Die Verknüpfung von realen Währungen und den Kryptowährungen ist die schwächste in dem ganzen Kryptosystem. Regierungen haben in diesem Sinne mehrere ganz starke Hebel, über die man richtig viel Einfluss ausüben kann. Jedoch, kaum ist das Geld zur Kryptowährung eingetauscht und in die privaten Wallet gelegt, können Regierungen es nicht mehr kontrollieren. Die Regierungen haben keine Möglichkeit die DEX zu schließen, wie zum Beispiel Ox, SWAP, OmiseGo oder Kyber.

Die Volksbank Chinas und die wichtigsten Prinzipien SEC

Amerikanische und Chinesische Regulatoren sind die wichtigsten auf dem Gebiet der Regulierung der Kryptowährungen. Anbei ein paar Beispiele:

SEC sagt jetzt, dass die ICOs sich an die Regelung hinsichtlich Wertpapiere halten soll, wenn der Aussteller ein neues Wertpapier erschafft. Zudem wird erklärt, dass die ICOs, die gegen die Gesetzgebung zu Wertpapieren vor der Verabschiedung des Gesetzes verstoßen, zuerst ermahnt werden.

SEC schickte Anfragen an mehrere gute Projekte, einschließlich BCAP, MCAP, ICN, NMR, DNT, SAN, und MLN. Manche von denen, offensichtlich, stellen Wertpapiere dar: BCAP, MCAP, ICN, sind zweifelsohne Wertpapiere. BCAP wurde entsprechend der Gesetzgebung hinsichtlich Wertpapiere ausgestellt. Die anderen sind definitiv keine Wertpapiere: NMR wurde an niemanden verkauft.

Die Volksbank Chinas hat neulich kundgegeben, dass die ICOs illegal seien und die Aussteller an Investoren eine Erstattung auszahlen müssten. Das ist eine Drachenmethode, allerdings wurde die erst neulich eingeführt; man soll also erst abwarten, bevor man über die Konsequenzen Urteile fällt.

Hoffnungsschimmer

Bevor die Empfehlungen von SEC eingeführt wurden, hatte es viel an grauen Zonen gegeben. Obwohl auch nicht auf alle, allerdings auf einige Fragen bekam man die Antwort nachdem die offiziellen Empfehlungen SEC für die Öffentlichkeit verkündet worden waren. Entsprechend der mittelbaren Anzeichen, hat SEC vor, auch die Hilfstokens zu klassifizieren. Die Branche wird von der normativen Eindeutigkeit profitieren.

Insgesamt, wie auch immer ironisch es vorkommen mag, kann das Bestreben der Regierung den Kryptomarkt zu regulieren, die Kryptowährungen viel stärker machen.

In der kurzfristigen Perspektive, werden die Regulatoren aufpassen und Gauner, Diebe, Fälscher und andere Verbrecher bestrafen. Das wird zur Panik auf dem kleinen Markt führen, jedoch nicht die Lebenstauglichkeit der besten Teams beeinflussen, die entsprechend der verlässlichen Protokolle arbeiten.


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